Bunte Wildkräutersammlung – Kräuterquark mit Spitzwegerich

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Was tun, wenn man mitten in der schönsten „Pampa“ auf Camping-Urlaub ist und das Kind Sonntag-Morgen plötzlich mit Husten aufwacht?

Wir haben die „Waldapotheke“ direkt vor der Zelttür. Also raus und ein paar von den heilsamen Spitzwegerich-Blättern gesammelt und daraus in Handumdrehen einen schleimlösenden Tee gekocht (hilft u.a. gegen Husten und Heiserkeit). Nicht umsonst wird dieses Wegerich-Gewächs auch „Lungenblattl“ genannt. Zusammen mit etwas Honig tut dieser Tee nicht nur gut, sondern schmeckt auch sehr angenehm.

Auch als Zugabe zum selbstgemachten Kräuterquark (unsere schnelle Aufwertung von Pellkartoffeln mit Quark zum Abendbrot) machen sich die essbaren, sehr Vitamin C-haltigen Blätter hervorragend.

Wir sind während unseres Camping-Urlaubes zu echten Wildkräuterfans geworden und experimentieren mit verschiedensten grünen Blättern und bunten Blüten.

Oft gelingen uns dabei grüne Leckereien wie Smoothies, Pestos und Salate.

Meine Vierjährige erkennt auf Wiesenwanderungen bereits den Rotklee, Kerbel, Giersch, Gänseblümchen, Brennessel, Spitz- und Breitwegerich, Frauenmantel, Löwenzahn und viele heilsame Kräuter mehr.

Da wird jeder Spaziergang zum spannenden Erlebnis!

Und wer kennt daSpitzwegerichs nicht? Bei so einem Wald- und Wiesenspaziergang ärgern einen die Mücken manchmal ganz schön. Und auch hier ist der Spitzwegerich die Lösung: einfach ein sauberes Blatt einrollen und drücken, bis etwas Pflanzensaft austritt und damit über die juckenden Stellen streichen. Der Juckreiz verschwindet meistens schnell und obendrein hilft das grüne Pflaster dabei, Entzündungen vorzubeugen.

Und wenn dann beim Wettrennen auf den Wanderwegen doch mal ein Sturz zu blutigen Knien führt, hilft ein Spitzwegerich-Pflaster schnell die Schürfwunde zu versorgen und die Wundheilung zu fördern.

Es lohnt sich also draußen in der Natur die Augen offen zu halten um sich den einen oder anderen Apotheken-Gang zu sparen.

Viel Spaß beim Entdecken, Sammeln und Probieren!

 

 

 

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Vegane Leberwurst aus roten Bohnen

rote BohnenIch höre von vielen Mamas, dass ihre Kinder (ca. 1 Jahr alt) oft Leberwurst als Brotaufstrich bekommen.
Leberwurst gehört eher zu den fettreichen Wurstsorten und enthält viele künstliche Zusätze (z.B. Nitrit, Aromen und Konservierungsstoffe).

Als Brotaufstriche für Kleinkinder werden eher magere Wurstsorten, sowie andere Brotbeläge wie Käse, vegetarische Brotaufstriche, Frischkäse oder Quark, Nuss- oder Obstmus empfohlen.

Da aber eine Leberwurststulle unschlagbar gut schmeckt, möchte ich Euch hier eine echte und super leckere Leberwurst- Alternative vorstellen, die ohne künstliche Zusatzstoffe und mit viel weniger Salz auskommt und jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe, wie Eisen, essentielle Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß und viele Ballaststoffe enthält.

Meine Lieben haben den Unterschied (fast) gar nicht bemerkt.

Zutaten:

  • 1 Glas rote Bohnen (250 g Abtropfgewicht), kurz abspülen und abtropfen lassen
  • 200 g geräucherten Bio-Tofu in Stücken
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL kaltgepresstes, natives Rapsöl
  • 2 Teelöffel Majoran
  • 1/2 Teelöffel getrocknete Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:Leberwurst

Ich nutze für die Zubereitung gerne meinen Thermomix. Jeder andere Mixer tut es aber auch.
Zuerst die klein geschnittene Zwiebel zusammen mit Majoran und 2 EL Olivenöl kurz andünsten.

Den Tofu zusammen mit den Bohnen, 3 EL Rapsöl, Petersilie, Salz und Peffer pürieren bis eine relativ glatte Masse entsteht.
Gerne nochmal mit den Gewürzen abschmecken und mit frischem Brot genießen. Dazu Apfelschnitze anbieten, denn diese Kombi schmeckt besonders gut.

Guten Appetit!

 

 

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Umweltschutz auf dem Teller- Wie gelingt Klima-bewusstes Essen?

Erde-Baum

Liebe Natur- und Gutmenschen,

was soll man denn nun einkaufen, um sich nicht ständig wie ein „Ökoschweinchen“ in unserer Umwelt zu verhalten?

  • Regional?
  • Saisonal?
  • Bio oder nicht?

Welcher „carbon footprint“, „water footprint“ oder welches Nachhaltigkeitssiegel kann bei unseren Produkten im Einkaufswagen überzeugen?

Mal ehrlich, warum machen wir es nicht einfach wie unsere Eltern oder Großeltern? Essen, was aus dem Garten kommt und vor allem dann wann es kommt!

Sagt auch schon der attraktive Hardy Krüger Junior in seinem Kochbuch „Natürlich koche ich“. Dann müssen wir uns über die Ökobilanz unserer eingekauften Produkte auch nicht so viele Sorgen machen.

Hierzu ein traditionelles, westafrikanisches Rezept, was Euch vielleicht so mundet wie mir und in die Sommersaison ideal passt.

PS: Die Gewürze und Erdnussbutter sind natürlich nicht saisonal. Klar, das ist in unseren Breitengraden auch schwierig.

Vegetarisches Mafé (Zutaten für 4 Portionen):

  • 250 g KohlrabiDaniela-Suppe
  • 250 g Karotten
  • 400 g Kartoffeln
  • 100 g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Currypulver
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Erdnussbutter
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer, Chilipulver

Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch klein schneiden.

In einem großen Topf das Öl erhitzen, Currypulver kurz anbraten, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und glasig dünsten. Anschließend das Gemüse und die Kartoffeln zugeben und kurz anbraten. Erdnussbutter, Tomatenmark, Sojasoße zugeben und mit Gemüsebrühe ablöschen.
Kurz aufkochen, zudecken und bei kleiner Hitze 20 Min. kochen, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist. Ab und zu umrühren.
Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

Diese Zeilen wurden freundlicherweise von einer lieben Freundin zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an die fleißige Autorin Daniela Müller (hat Agrarwissenschaften studiert und arbeitet als Klima- und Wasserschutzberaterin an der Ostseeküste)!

Habt Ihr Euch auch schon einmal die Frage gestellt, ob auch „Bio“ drin ist, wenn es auf der Verpackung groß ausgewiesen ist? Dann kann ich Euch den perfekten kleinen Wegweiser durch den „Bio-Dschungel“ und die „Öko-Fallen“ empfehlen:
„Bio drauf? Bio drin?“ von Annette Sabersky (Südwest Verlag). Dieses Büchlein ist mein Begleiter beim Einkauf, denn es bietet kurz und knapp alles zum Thema Bio-Kennzeichnung und -Landwirtschaft.

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Rezeptquelle: chefkoch.de